In der breiteren Umgebung sprudeln über einhundert Mineralquellen, in der Stadt selbst um die vierzig.
 
  Die ersten Namen von Quellen führt 1766 Johann Josef Zauschner an:
Ambrosiusbrunnen (nach dem Tepler Abt Ambrosius), Kreuzbrunnen (nach einem ausgezimmerten Kreuz,
das neben dem Brunnen stand), Rudolfbrunnen (nach dem Kronprinzen und Thronfolger von Franz Josef I. - Rudolf),
Marienbrunnen (nach dem Marienbild, das in der Nähe des Brunnens hing).
 
  Alle hier emporsteigenden Heilquellen sind kalte Sauerbrunnen, deren Temperatur zwischen 7 und 10 Grad Celsius schwankt.
 
  Relativ hoch ist der Gehalt an zweiwertigem Eisen (10 - 40 mg/l).
 
  Die Tatsache, daß diese so unterschiedlichen Quellen auf einem kleinen Gebiet häufig sogar eng nebeneinander emporsprudeln, ist eine balneologische Rarität.
 
  Die auffallende Verschiedenheit der Zusammensetzung der Quellen ermöglicht bereits durch die Trinkkur allein eine Beeinflussung zahlreicher Erkrankungen verschiedener Organe.
 
  Die für die Trinkkur verordnete Wassermenge bewegt sich je nach Diagnose und Zustand des Patienten
in der Regel sind es 3/4 l täglich.
 
  Die Mineralquellen werden ebenso für Inhalation und Mineralbäder verwendet. Bäder senken den Blutdruck,
verbessern die Tätigkeit von Herz und Nieren, verbessern die Durchblutung von Gehirn und unteren Extremitäten.
 
  Ambrosiusbrunnen
 
  Der Ambrosiusbrunnen gehört in die vierte Gruppe der Marienbader Mineralquellen.
Er hat drei Quellaustritte mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung.
Es handelt sich um schwach mineralisierte, eisenhaltige (II) Sauerbrunnen,
die aufgrund des hohen Eisengehaltes bei einigen Formen von Blutarmut
und wegen der harntreibenden Wirkung ebenso für Erkrankungen der Harnwege,
besonders bei Gallensteinen, genutzt werden kann.
Ambrosiusbrunnen
 
  Waldbrunnen  
 
  Der Waldbrunnen ist chemisch ein Hydrogenkarbonat-Natrium- Sulphat- Eisen Sauerbrunnen,
der in die zweite Gruppe der Marienbader Mineralquellen gehört.
Er wird zu Trinkkuren und Inhalationen genutzt.
Anwendung findet er bei Erkrankungen der oberen Atemwege sowie des Gastrointestinaltraktes.
Er eignet sich ebenso für die Behandlung einiger urologischer Erkrankungen,
z.B. Harnsteine aus Urin-Säure, die er stark alkalisiert.
Waldbrunnen
 
  Karolinenbrunnen  
 
  Der Karolinenbrunnen ist chemisch ein Hydrogenkarbonat-Natrium-Sulphat-Eisen (II) - Sauerbrunnen,
der in die vierte Gruppe der Marienbader Mineralquellen gehört.
Wegen seines hohen Magnesiumgehaltes (das Kalzium-Magnesium-Verhältnis beträgt 2:5)
kommt der Brunnen bei urologischen Erkrankungen sowie bei der Behandlung
von Nierensteinen zur Anwendung.
Karolinenbrunnen
 
  Rudolfbrunnen  
 
  Der Rudolfbrunnen ist chemisch ein Hydrogehkarbonat-Natrium- Kalzium-Magnesium-Eisen
(II) - Sauerbrunnen, der in die dritte Gruppe der Marienbader Mineralquellen gehört.
Wegen seiner harntreibenden Wirkung wird er bei Erkrankungen von Nieren und Harnwegen genutzt.
Er zeichnet sich aus durch seinen hohen Kalziumgehalt (das Kalzium- Magnesium-Verhältnis beträgt 5:4)
und deshalb ist die Trinkkur eine geeignete Ergänzungstherapie bei der Behandlung von Osteoporose.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung wird er bei Entzündungen der Harnwege angewandt.
Rudolfbrunnen
 
  Chemische Zusammensetzung des Quellwassers  
 
Chemische Zusammensetzung